Zum Verhalten des Beigeordneten Bernd Rubelt und zu einem möglichen Abwahlverfahren, äußern sich die Vorsitzenden der Stadtfraktion Bündnis 90/Die Grünen & Volt Silke Reimer und Saskia Hüneke wie folgt:
„Für die Fraktion stellt sich die Frage, ob Bernd Rubelt nach durchaus erfolgreicher Arbeit die Vorhaben der Stadt zum Klimaschutz insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber weiterhin glaubwürdig vertreten und sein fachlich gut aufgestelltes und engagiertes Team weiter stützen kann. Aus Sicht der Fraktion geht es darum, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen, sie unterstützt den Abwahlantrag mehrheitlich.
Die Erwartung der Oberbürgermeisterin, dass die Beigeordneten in ihrer Eigenschaft als Wahlbeamte Haltung beziehen, wenn Grundlagen ihres Fachgebietes in Frage gestellt werden, ist eine Selbstverständlichkeit. Dass Herr Rubelt diese Erwartung in seiner öffentlichen Stellungnahme als verfassungswidrig bezeichnet, ist untragbar. Besonders enttäuschend ist das Fehlen seiner Position zu den wissenschaftlichen Standards der Klimaforschung, die die Grundlage seiner Arbeit bilden müssen. Während sich Herr Rubelt als Opfer einer Kampagne sieht, ist es sein unklares Verhalten in der Sache, das die Kritik hervorgerufen hat. Hier gilt es, Ursache und Wirkung nicht zu vertauschen.“
