PM 24.04.2026: Zum neuen Stand Rechenzentrum: Verlängerung darf kein Abrißfahrplan sein

Eine weitere Verlängerung der Nutzung des Rechenzentrums um sieben Jahre ist grundsätzlich eine gute Nachricht. Nicht nachvollziehbar ist aus unserer Sicht jedoch, warum dieser Vorschlag mit einer endgültigen Festlegung auf den Abriss des Gebäudes nach Ablauf dieser Frist verbunden werden soll. Unter dieser Voraussetzung wirkt der Vorschlag insgesamt sehr ernüchternd.

Wir setzen uns weiterhin für den Erhalt des Rechenzentrums und ein konstruktives dauerhaftes Nebeneinander von Rechenzentrum und Garnisonkirchenstiftung ein. Wir wollen diesen besonderen Ort als ein dauerhaftes Forum für Erinnerung, Gegenwartskultur und demokratische Auseinandersetzung bewahren.

Im direkten Nebeneinander von Garnisonkirche und Rechenzentrum sind Geschichte in ihrer Widersprüchlichkeit und Geschichtsrezeption baulich und künstlerisch auf einzigartige Weise sichtbar. Angesichts dessen ist die inhaltliche, bildungspolitische und künstlerische Arbeit von immenser Bedeutung für die Gesellschaft heute. Aus diesen Gründen halten wir eine Prüfung aller baulichen und wirtschaftlichen Optionen, einschließlich der standortübergreifenden Nutzung von Fördermitteln, für erforderlich.

Wir fordern die Veröffentlichung aller Gutachten und werden das Gespräch mit allen Beteiligten suchen.Wir haben viele Fragen an die Garnisonkirchenstiftung und ebenso die Stadtverwaltung. Unser Ziel bleibt weiterhin eine einvernehmliche Lösung für diesen besonderen Ort in der Mitte der Stadt.

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