Zu der Vorstellung der städtebaulichen Entwürfe zum neuen Universitätscampus am Brauhausberg am 29. Januar 2026:
Die Co-Vorsitzende Saskia Hüneke sagt: „Mit der Entwicklung des Brauhausberges zu einem Universitätsstandort bietet sich für Potsdam eine einmalige Chance, an diesem zentralen Ort ein öffentliches und lebendiges Areal für Wissenschaft und Bildung zu schaffen. Die Einbeziehung der Öffentlichkeit mit der Vorstellung erster städtebaulicher Entwürfe nach nur einem halben Jahr Projektgeschichte und eine Woche nach Aufstellungsbeschluss zum B-Plan ist bisher absolut singulär, zumal es um eine hochkomplexe Planungsaufgabe geht. Das Raumprogramm der Universität und zusätzlich ein Wohnheim des Studierendenwerkes mit den Anforderungen des Ortes an Städtebau, Erschließung, Denkmal- und Umweltschutz zu verbinden, ist äußerst anspruchsvoll. Es wurde nachvollziehbar, dass die Vorstellung der drei Massemodelle zu diesem frühen Zeitpunkt nur ein erster Schritt sein konnte. Im Zuge der weiteren Konkretisierungen sollte u.a. die Suche nach der architektonischen Antwort auf das prägende Denkmal durch ein Werkstattverfahren geklärt werden.“
Prof. Gert Zöller, Mitglied im Klima- und Umweltausschuss und selbst an der Universität Potsdam tätig, ergänzt: „Es ist gut, dass Befürchtungen, wie Abbau bzw. Privatisierung von Wohnheimplätzen für Studierende, die Reduzierung der Nutzfläche für die beiden Universitäts-Fakultäten sowie eine deutliche Zusatzbelastung der öffentlichen Finanzen schlüssig widerlegt werden konnten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass trotz des extrem zügigen Planungsfortschritts viele Fragen, etwa zur verkehrlichen Erschließung, Energieversorgung und zum Wasserschutzgebiet, noch offen sind und im weiteren Bebauungsplanverfahren mit den beauftragten Untersuchungen und in den vereinbarten Beteiligungsformaten zu klären sind. Allerdings ist die Folgerung einiger Teilnehmer, aus noch offenen Detailfragen in einem sehr frühen Planungsstadium eine pauschale Ablehnung des Gesamtprojekts abzuleiten, weder sinnvoll noch glaubwürdig.“
Benjamin Körner (Volt), Mitglied im Bauausschuss führt aus: „Ich finde es unfassbar, wie unsachlich sich einige Studierendenvertreter*innen zum Campusbau positionieren. Leider findet da keine rationale Kritik statt, sondern eine Fundamentalopposition. Dass eben jene Personen den Raum direkt vor der Vorstellung der drei Varianten verlassen haben, zeigt, dass sie gar kein Interesse an Fakten haben. Bei einer sachlichen Abwägung der Argumente spricht sehr viel für das Projekt. Ich selbst habe bis letztes Jahr am Campus Griebnitzsee studiert. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dort oben studiert zu haben und bin fast neidisch auf die nächsten Generationen, die auf so einem modernen Campus in Innenstadtlage studieren dürfen.“
